Über die Sollefteå

Die meisten der ca. 20.000 Einwohner der Gemeinde leben in der Nähe des Ångermanälven oder den Nebenflüssen Faxälven und Fjällsjöälven. Die Kulturlandschaft wird Ådalen genannt und besteht aus den charakteristischen Ablagerungen, die sich zwischen dem Fluss und dem angrenzenden Wald erstrecken.

Ådalen

Den Namen Ådalen verwendet die Bevölkerung in den langgestreckten Tälern oberhalb von Sollefteå schon seit Menschengedenken. Der Name leitet sich aus dem Wort "Storån" oder einfach nur "Ån" ab, wie der Fluss in den alten Zeiten genannt wurde. Das Flusstal erhielt seinen Namen übrigens nach dem deutschen Lehnwort "Elbe", das Fluss oder Strom bedeutet.


Heute wird hingegen das Gebiet entlang des Flusses von Junsele bis zur Meeresmündung Ådalen genannt. Auf einer Klimakarte kann auch leicht nachvollzogen werden, dass die Gemeinden entlang des unteren Teils des Ångermanälven und der Flussmündung zusammen gehören. Durch die Sedimentablagerungen des Flusses ist der Boden für die Landwirtschaft geeignet und die Klimazone 5 erstreckt sich wie ein Band von der Küste ins Landesinnere. Forstwirtschaft, Flößerei sowie Sägewerke und Holzfabriken bildeten einen zusammenhängenden Arbeitsmarkt.


Was ist ein "nipa"?

Das Wort "nipa" bezeichnet die Sedimentreste eines fließenden Gewässers (Ablagerungen), also die Reste, die sich nach der Auswaschung durch das Wassers abgelagert haben.


Vor mehr als 23.000 Jahren war ganz Skandinavien vom Inlandeis bedeckt. Als eine wärmere Periode anbrach, begann das Eis zu schmelzen. Ein neuer Zeitabschnitt begann und das Tal und das Delta mit den enormen Ablagerungen aus Sand und feinerem Material hoben sich aus dem Meer. Die Landerhebung setzte sich fort und der Fluss "grub" sich in seine eigenen Ablagerungen. Das führte dazu, dass steile Flussufer entstanden und sich diese spezielle Landschaft bildete. Und diese eigenartigen Formationen nennt man in Schweden auch "nipa".


Die 40 km des Ångermanälven vom Kraftwerk Sollefteå bis zum Meer sind der letzte Flussabschnitt in Schweden, der eine natürliche Ablagerungsformation aufweist.


Publicerad: 2012-07-11

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