Asylantrag

Einen Asylantrag stellen Sie an der Grenze oder bei der Migrationsbehörde.

Hat der Asylbewerber Recht auf Schutz, erteilt die Migrationsbehörde schnellstmöglich eine Aufenthaltsgenehmigung. 


Für die Wartezeit bis zur Entscheidung

verfügt die Migrationsbehörde über verschiedene Unterbringungen in ganz Schweden. Wer auf die Entscheidung zum Asylantrag wartet, wohnt in diesen Einrichtungen. Es ist auch möglich, bei Verwandten oder Freunden zu wohnen oder über das Programm Eget Boende (EBO) eine eigene Wohnung zu nehmen.


Kinder, die auf eine Entscheidung warten, haben das gleiche Recht auf Gesundheits- und Zahnpflege wie andere Kinder in Schweden auch. Erwachsene bezahlen eine Eigenbeteiligung.


Kinder haben das Recht, zur Schule zu gehen, während sie auf die Entscheidung warten, genau wie andere Kinder und Jugendliche in Schweden auch. 


Erwachsene, die in einer Einrichtung der Migrationsbehörde wohnen, können während der Wartezeit Schwedisch lernen. Haben sie eine Arbeitsgenehmigung, können sie während der Wartezeit auch arbeiten.


Wer bleiben darf

Flüchtlinge dürfen in Schweden bleiben. Ein Flüchtling ist eine Person, die wegen ihrer politischen Ansichten riskiert, in ihrem Heimatland beispielsweise getötet oder gefoltert zu werden.


Personen, die Schutz benötigen, dürfen ebenfalls bleiben. Das bedeutet, dass sie Angst haben, in ihrem ehemaligen Heimatland gefangen genommen, gefoltert oder anderweitig bestraft zu werden.


Jedes Jahr nimmt Schweden ca. 1.900 sogenannte Quotenflüchtlinge auf. Sie erhalten eine Aufenthaltsgenehmigung, bevor sie einreisen. Die meisten Flüchtlinge in Sollefteå sind Quotenflüchtlinge.


Sonstige Personen, die bleiben dürfen:

  • Ist man mit einer in Schweden lebenden Person verheiratet oder lebt mit dieser zusammen, kann man eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen.
  • Unverheiratete Personen unter 18 Jahren können zu ihren Eltern nach Schweden kommen.
  • Personen, die hier über einen bestimmten Zeitraum arbeiten oder studieren, können in Schweden bleiben.
  • Asylbewerber, die in einer Einrichtung der Migrationsbehörde leben, dürfen bleiben, wenn sie eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten haben. Das Arbeitsamt kann bei der Suche nach einer Gemeinde für die Niederlassung behilflich sein.


Personen, die nicht bleiben dürfen

Wird ein Antrag negativ entschieden, muss die Person Schweden verlassen. Die Migrationsbehörde unterstützt diese Personen bei allen Angelegenheiten, die vor der Abreise noch erledigt werden müssen. 

Publicerad: 2012-07-11

Medborgarservice